Jeder Mensch ist einzigartig. Die eigene Lebensgeschichte, persönliche Erfahrungen, kulturelle Prägungen und individuelle Bedürfnisse
machen jeden Menschen zu dem, was er ist. Diese Vielfalt anzuerkennen und ihr mit Offenheit, Respekt und Wertschätzung zu begegnen,
ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit im Rhein-Wied Hospiz.
Von Beginn an war es Einrichtungsleiterin Manuela Götz und Pflegedienstleiter Marvin Maur ein wichtiges Anliegen,
die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Menschen fest in den Werten und im täglichen Handeln des Rhein-Wied Hospizes zu verankern.
Denn gerade am Lebensende braucht es einen Ort, an dem Menschen mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Identität und ihrer individuellen Lebensgeschichte angenommen werden.
Im Mittelpunkt steht der Mensch – mit allem, was ihn ausmacht.
Gemeinsam für eine diversitätssensible Hospizkultur
Um die notwendigen Kompetenzen und die Sensibilität im interdisziplinären Team weiter zu stärken, hat sich das Rhein-Wied Hospiz auf den Weg zum Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt® – Diversitätssensible Pflege“ gemacht.
Im Rahmen zweitägiger Beratungstage begleiteten die Berater:innen Pia Mann, Natasha Gladden und Michael Jochem diesen Prozess.
Gemeinsam mit Andrea Torkarski aus der Geschäftsbereichsleitung der Marienhaus GmbH Hospize, Hospiz,- und Pflegedienstleitungen sowie weiteren
Mitarbeitenden wurden bestehende Haltungen reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten erarbeitet.
Ziel ist es, Vielfalt und unterschiedliche Lebensrealitäten noch bewusster in den Alltag des Rhein-Wied Hospizes zu integrieren und eine Umgebung zu schaffen, in der sich Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Überzeugungen, ihrer Identität oder ihrer persönlichen Lebensweise respektiert und sicher fühlen können.
Ein Prozess, der nachhaltig wirkt
Der rund einjährige Zertifizierungsprozess umfasst einen umfassenden Maßnahmenkatalog zu unterschiedlichen Bereichen der diversitätssensiblen Arbeit.
Dazu zählen das Personalmanagement, die Unternehmenspolitik und Kommunikation, Transparenz und Sicherheit sowie die Pflege,
Begleitung und Versorgung der Menschen.
Die Auseinandersetzung mit diesen Themen soll dazu beitragen, diversitäts- und migrationssensible Perspektiven nachhaltig in den Strukturen und Abläufen des Rhein-Wied Hospizes zu verankern. Dabei geht es nicht allein darum, bestehende Angebote zu überprüfen, sondern auch darum, mögliche Barrieren zu erkennen, Mitarbeitende zu sensibilisieren und die Qualität der individuellen Begleitung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die Zertifizierung wird dabei nicht nur als angestrebtes Qualitätssiegel verstanden, sondern als gemeinsamer Entwicklungsprozess, der die Hospizkultur langfristig prägen soll. Zugleich möchte das Rhein-Wied Hospiz im Kreis Neuwied ein deutliches Zeichen für Toleranz, Offenheit und Wertschätzung setzen.
Eine Haltung, die im Alltag spürbar wird
Der gemeinsame Austausch während der Beratungstage hat verdeutlicht, wie stark gesellschaftliche und politische Veränderungen auch den Arbeitsalltag in der Hospizversorgung beeinflussen. Umso wichtiger ist eine klare Haltung, die sich im täglichen Miteinander widerspiegelt und allen Menschen mit Respekt,
Offenheit und Würde begegnet.
Für die Leitungen des Rhein-Wied Hospizes ist der Weg zum Qualitätssiegel deshalb weit mehr als ein Zertifizierungsprozess.
Er steht für die gemeinsame Verantwortung, eine Hospizkultur zu gestalten, in der Unterschiede nicht bewerten,
sondern als selbstverständlicher Teil menschlicher Vielfalt anerkannt werden.
Denn ein Ort der Menschlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Mensch willkommen ist,
gesehen wird und sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen darf.
Diese Haltung soll im Rhein-Wied Hospiz nicht nur ein Leitgedanke sein, sondern jeden Tag gelebt werden – in der Pflege,
in der Begleitung und im respektvollen Miteinander.
Rhein-Wied Hospiz – für eine Begleitung, die den Menschen in seiner ganzen Vielfalt sieht.
Foto: Andrea Torkarski (Geschäftsbereichsleitung der Marienhaus GmbH Hospize), Pia Mann, Natasha Gladden und Michael Jochem (Berater:innen Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt), Bruno Neufeld (Hauswirtschaftsleitung), Sabrina Gruner (psychsosoziale Fachkraft), Anna Brathuhn (Pflegefachkraft), Sandra Holspach (Pflegefachkraft), Manuela Götz (Hospizleitung), Hiltrud Sachs (Qualitätsmanagement)








